Security Frameworks

NIST Cyber Security Framework

In diesem Artikel geben wir eine Übersicht über das NIST Cyber Security Framework und helfen, die Komponenten besser zu verstehen. Das Framework besteht aus drei Komponenten: Core, Tiers und Profiles.

Kreisdiagramm des NIST Cybersecurity Frameworks v1.1 mit fünf Funktionen: Identify, Protect, Detect, Respond, Recover

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Core

Der Core beschreibt erstrebenswerte Aktivitäten Outcomes in der Cybersicherheit in einfacher verständlicher Sprache. Der Core hilft beim managen und reduzieren von Cyberrisken unter Berücksichtigung bestehender Prozesse.

Die Struktur ist leicht verständlich: Es gibt 5 Funktionen: Identify, Protect, Detect, Respond und Recover. Die einzelne Funktionen werden in 23 Kategorien und 108 Subkategorien unterteilt. Weiter referenziert der Core jede Sub-Kategorie mit anderen Frameworks wie etwa ISO27001, CIS CSC, Cobit und weitere.

Funktionen und Kategorien

ID.AM: Asset Management

ID.BE: Business Environment

ID.GV: Governance

ID.RA: Risk Assessment

ID.RM: Risk Management Strategy

ID.SC: Supply Chain Risk Management

PR.AC: Identity Management, Authentication and Access Control

PR.AT: Awareness and Training

PR.DS: Data Security

PR.IP: Information Protection Processes and Procedures

PR.MA: Maintenance

PR.PT: Protective Technology

DE.AE: Anomalies and Events

DE.CM: Security Continuous Monitoring

DE.DP: Detection Processes

RS.RP: Response Planning

RS.CO: Communications

RS.AN: Analysis

RS.MI: Mitigation

RS.IM: Improvements

RC.RE: Recovery Planning

RC.IM: Improvements

RC.CO: Communications

Die Kategorien wurden so konzipiert, dass sie die gesamte Bandbreite der Cyber Sicherheitsziele einer Organisation abdecken, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Die Kategorien erstrecken sich über cyber, physische und personelle Themenbereiche und fokussieren dabei auf Business Outcomes.

Subkategorien sind die unterste Ebene der Abstraktion im Core. Sie treffen ergebnisorientierte Aussagen. Dadurch, dass das Framework ergebnisorientiert ist und keine Vorschriften macht, wie ein Unternehmen die Ziele erreichen muss, erlaubt das Framework Organisationen eine risikobasierte Implementierung, die auf die eigenen Bedürfnisse zugschnitten ist.

Beispiel: Subkategorien von ID.BE: Business Environment

ID.BE-1: The organization’s role in the supply chain is identified and communicated

ID.BE-2: The organization’s place in critical infrastructure and its industry sector is identified and communicated

ID.BE-3: Priorities for organizational mission, objectives, and activities are established and communicated

ID.BE-4: Dependencies and critical functions for delivery of critical services are established

ID.BE-5: Resilience requirements to support delivery of critical services are established for all operating states (e.g. under duress/attack, during recovery, normal operations)

Referenzen

Referenzen helfen Organisationen, das NIST CSF an bestehende Frameworks anzugleichen. Weiter helfen die Referenzen für bestimmte Kategorien noch weitere und tiefere Informationen zu erlangen.

Beispielsweise mit den CIS Critical Security Controls, welche einen eher technischen Fokus haben oder die NIST SP 800-53, welche über 450 referenzierte Controls aufweist.

Tiers

Tiers (englisch für Stufen) beschreiben den Umfang wie die Cyber Risiken in einer Organisation bewältigt werden. Die Stufen reichen von «Partial» (Stufe 1) bis zu «Adaptive» (Stufe 4). Die Stufen beschreiben den zunehmenden Grad an Maturität wie gut Entscheidungen über Cybersicherheitsrisiken in allgemeine Risikoentscheide integriert sind und inwiefern eine Organisation Informationen über Cyber Security erhält und weitergibt.

Reifegradmodell mit vier Stufen für Risikomanagement: Tier 1 bis Tier 4

Tiers stellen nicht unbedingt den Reifegrad dar. Organisationen sollten eine gewünschte Stufe wählen unter Berücksichtigung der Unternehmensziele, und ob das Cyberrisiko auf ein akzeptables Risiko reduziert wird und auch aus finanzieller Sicht machbar ist.

Profiles

Profile sind die individuelle Abstimmung der organisatorischen Anforderungen, Ziele, Risikoappetit und Ressourcen mit den erwünschten Ergebnissen des Framework Cores. Anhand der Profile lassen sich Möglichkeiten zur Verbesserung der Cyber Sicherheitslage ermitteln, indem ein IST-Profil mit einem SOLL-Profil verglichen wird.

Die Entwicklung der IST und SOLL Profile sowie der Gap-Analyse erlauben es Organisationen, einen priorisierten Implementierungsplan zu entwerfen. Die Priorität, Grösse des Gaps und geschätzte Kosten der korrigierenden Massnahmen helfen Organisationen bei einer besseren Planung und Budgetierung von Verbesserungen in der Cyber Security.

Fazit

Das NIST CSF ist ein umfängliches Rahmenwerk zur systematischen Vorgehen im Bereich Cyber Sicherheit. Es besteht aus drei wesentlichen Teilen:

Core: Tätigkeiten und Ergebnisse im Bereich Cybersecurity

Tiers: Bewertungsmethode, wie gut die Tätigkeiten umgesetzt sind oder sollten

Profiles: Die Bewertung des Cores anhand der Tiers. Jeweils als IST- und SOLL-Stand

Hinweis: Eine neue Version des NIST CSF ist aktuell in Bearbeitung. Die Version 2.0 wird anfangs 2024 erwartet.

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